Ein historischer Wahltag - in mehrerlei Hinsicht

Die Freiburger Stimmbevölkerung hat beim zweiten Wahlgang Geschichte geschrieben: Mit Johanna Gapany von der FDP zieht erstmals eine Frau für den Kanton Freiburg in den Ständerat. Das Nachsehen hat der Sensler Beat Vonlanthen, der lediglich 138 Stimmen weniger erzielte als Gapany. Seine Partei, die CVP des Kantons Freiburg, ist nun das erste Mal überhaupt nicht im Ständerat vertreten.

Von historischem Ausmass war auch die Dauer der Auszählung: Wegen technischer Problem gab die Staatskanzlei das Resultat erst abends nach 21 Uhr bekannt.


Die Newcomerin im Stöckli

Johanna Gapany hat im zweiten Wahlgang für den Ständerat für eine Überraschung gesorgt. Ist sie der Aufgabe in Bern gewachsen?

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Nicht mehr als eine Signalwirkung

Deutschfreiburg ohne Vertretung im Ständerat ist keine Weltuntergang, zeigt eine Umfrage von RadioFr.

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Standpunkt

Der Kanton Freiburg sollte die Stimmen vom zweiten Wahlgang nachzählen, findet RadioFr.-Redaktor Yves Kilchör.

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Kein Nachzählen trotz Panne

Das Zählproblem beim zweiten Wahlgang: Was falsch lief - und warum die Staatskanzlei dennoch keine Nachzählung will.

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Das Wahlresultat - eine Spurensuche

Johanna Gapany hat Beat Vonlanthen aus dem Ständerat gedrängt - entgegen aller Vorbehalte wegen Sprache und Herkunft.

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Reaktionen von Gewinnern und Verlierern

Johanna Gapany zu ihrem überraschenden Wahlsieg:

Beat Vonlanthen zum Vorwurf des zu lauen Wahlkampfs:

Christian Levrat zum spannenden Kampf um den zweiten Sitz:


Ein Wahltag im Zeichen der Pannen und Überraschungen

Im zweiten Wahlgang für den Ständerat kam es im Kanton Freiburg zu einer Überraschung. Die FDP-Grossrätin Johanna Gapany schaffte es, Beat Vonlanthen von der CVP aus dem Ständerat zu verdrängen. Der Wahltag war geprägt von technischen Pannen.

David Unternährer berichtet:

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Die letzten Meldungen

Staatsrat nimmt Staatskanzlei in die Pflicht

13.11.2019

Die Staatskanzlei muss in einem Bericht darlegen, wie sie Probleme wie die Panne am Sonntag künftig verhindern will.

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Staatsrat nimmt Staatskanzlei in die Pflicht

13.11.2019

Der Freiburger Staatsrat zieht Konsequenzen aus der Panne am vergangenen Wahlsonntag. Er fordert einen Bericht von der Staatskanzlei, wie er in einer Mitteilung schreibt. Der Bericht soll aufzeigen wie es zum Fehler kam. Und wie die Staatskanzlei ihre Kommunikation und Krisenmanagement verbessern kann.

Ein Übermittlungsfehler hatte die Auszählung des zweiten Ständeratswahlgangs am vergangenen Sonntag deutlich verzögert. Die Resultate von einzelnen Gemeinden mussten von Hand erfasst werden.

Ständeratswahl: FDP-Wähler stimmten für SP

12.11.2019

Die Freiburger Staatskanzlei veröffentlicht die Trends zu den Stimmzetteln des zweiten Ständeratwahlgangs.

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Ständeratswahl: FDP-Wähler stimmten für SP

12.11.2019

Die Freiburger Staatskanzlei veröffentlicht die Trends zu den Stimmzetteln des zweiten Ständeratwahlgangs. Bei den Listen, die die Freiburger Wählerinnen und Wähler unverändert einwarfen, erhielt Johanna Gapany von der FDP die meisten Stimmen und fast doppelt so viele wie der Kandidat Beat Vonlanthen von der CVP.

Bei den Listen, bei denen die Wähler einen Kandidat dazu schrieben, funktionierte bei der Liste der SP und der CVP das Duo Christian Levrat und Beat Vonlanthen sehr gut. Die FDP-Liste enthält hingegen eine Überraschung: Die FDP-Wähler bevorzugten nicht die andere bürgerliche Partei, die CVP, sondern die SP.

Die CVP akzeptiert das Wahlresultat

12.11.2019

Die Partei des Wahlverlierers Beat Vonlanthen verzichtet auf einen Rekurs.

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Die CVP akzeptiert das Wahlresultat

12.11.2019

Die Freiburger CVP will gegen das Wahlresultat vom zweiten Ständeratswahlgang keinen Rekurs einlegen und keine Nachzählung verlangen. Die kantonale Parteileitung glaube an die Richtigkeit des Resultats, sagt Co-Präsident Markus Bapst gegenüber RadioFr. Auch gratulierte er den beiden Gewählten Christian Levrat (SP) und Johanna Gapany (FDP) zu ihren Resultaten.

Nach dem Ausscheiden ihres Kandidaten Beat Vonlanthen aus dem Stöckli hatten die Christdemokraten zunächst angekündigt, auf eine Nachzählung bestehen zu wollen. Am Montag teilte die Staatskanzlei dann mit, es gebe keine rechtliche Grundlage für diese Forderung.

Einen Rekurs gegen das definitive Wahlresultat wird es nun also wohl nicht geben.

Keine Nachzählung

11.11.2019

Trotz Panne will die Staatskanzlei die Resultate des zweiten Wahlgangs kein zweites Mal überprüfen.

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Keine Nachzählung

11.11.2019

Zum zweiten Wahlgang des Freiburger Ständerates soll es keine Nachzählung geben. Wie die Staatskanzlei mitteilte, sieht sie trotz der technischen Panne keinen Anlass dazu. Der Kanton habe keine Rechtsgrundlage für eine Nachzählung, hielt die Staatskanzlei fest.

Gemäss den neusten veröffentlichen Zahlen liegt die FDP Politikerin Johanna Gapany 138 Stimmen vor dem bisherigen Ständerat Beat Vonlanthen von der CVP. Zunächst war von 158 Stimmen Vorsprung die Rede.

Die CVP Freiburg verlangte wegen der Panne eine Nachzählung. Das CVP-Komitee wird demnächst über einen allfälligen Rekurs beraten.

Johanna Gapany schafft die Überraschung

10.11.2019

Die FDP-Grossrätin verdrängt Beat Vonlanthen aus dem Ständerat.

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Johanna Gapany schafft die Überraschung

10.11.2019

Johanna Gapany zieht zusammen mit Christian Levrat von der SP für den Kanton Freiburg in den Ständerat ein. Die Entscheidung war äusserst knapp. Nur gerade 158 Stimmen trennten Vonlanthen von einer Wiederwahl.

Christian Levrat kam auf 38'337 Stimmen, Johanna Gapany auf 31'122 und Beat Vonlanthen von der CVP auf 30'964.

Der zweite Wahlgang war geprägt von technischen Schwierigkeiten bei der Datenübertragung. Das endgültige Resultat wurde erst kurz nach 21 Uhr kommuniziert.

Levrat verteidigt seinen Sitz

10.11.2019

Obwohl noch Resultate aus drei Gemeinden ausstehen, kann der bisherige SP-Ständerat Christian Levrat nicht mehr eingeholt werden.

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Levrat verteidigt seinen Sitz

10.11.2019

Christian Levrat von der SP bleibt im Ständerat. Zwar sind noch drei von insgesamt 137 Freiburger Gemeinden nicht ausgezählt. Levrat hat aber 35'000 Stimmen auf sicher und einen komfortablen Vorsprung auf Johanna Gapany (FDP) und Beat Vonlanthen (CVP).

Levrat wurde 2011 in den Ständerat gewählt. Diesmal erzielte er ein etwas weniger gutes Resultat als bei der Wahl vor vier Jahren.

Wahlpanne im Kanton Freiburg

10.11.2019

Die Auszählung der Stimmen für die Ständeratswahlen im Kanton Freiburg ist unterbrochen.

 

 

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Wahlpanne im Kanton Freiburg

10.11.2019

Die Auszählung der Stimmen für die Ständeratswahlen im Kanton Freiburg ist unterbrochen. Die Staatskanzlerin spricht von einem Informatikproblem. Bisher hat es nach einer Abwahl des amtierenden Ständerates Beat Vonlanthen ausgesehen. Nun könnte das Resultat auf den Kopf gestellt werden. Gemäss der Freiburger Staatskanzlei ist nicht klar, ob die aktuellen Wahlzahlen stimmen. Es seien Ungereimheiten bei der Auszählung aufgetaucht.

Page zieht sich zurück

23.10.2019

Die SVP verzichtet auf die zweite Runde der Ständeratswahlen.

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Page zieht sich zurück

23.10.2019

Die Freiburger SVP verzichtet auf den zweiten Wahlgang für den Ständerat. Die Delegierten der SVP sind gestern Abend dem Wunsch ihres Kandidaten Pierre-André Page gefolgt. Page wird somit nicht weiter für den Ständerat kandidieren.

In den zweiten Wahlgang treten werden damit Christian Levrat von der SP und Beat Vonlanthen von der CVP sowie Johanna Gapany von der FDP. Der Sensler und amtierende Ständerat Beat Vonlanthen erhält am 10. November also weibliche Konkurrenz.

Eine junge Freisinnige greift an

22.10.2019

Johanna Gapany von der FDP kandidiert für die zweite Runde der Ständeratswahlen.

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Eine junge Freisinnige greift an

22.10.2019

Es ist offiziell: Es gibt einen zweiten Wahlgang für die Ständeratswahl im Kanton Freiburg. Die FDP schickt wie erwartet Johanna Gapany ins Rennen.

Damit fordert die Greyerzerin die bisherigen Ständeräte Beat Vonlanthen von der CVP und Christian Levrat von der SP heraus. Diese hatten bereits gestern bekannt gegeben, dass sie nochmals antreten.

Die SVP entscheidet heute Abend über ihre Kandidatur für den zweiten Wahlgang.

Rime verlässt den Gewerbeverband

21.10.2019

Einen Tag nach seiner Abwahl als Nationalrat tritt Jean-François Rime als Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes zurück.

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Rime verlässt den Gewerbeverband

21.10.2019

Der Freiburger SVP-Politiker Jean-François Rime tritt als Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes zurück; dies einen Tag nach seiner Abwahl aus dem Nationalrat, wie er Radio SRF verraten hat.

Rime kam beim Gewerbeverband wohl einer Abwahl zuvor, da er die Alterslimite überschritten hat. Gleichzeitig wünscht sich der Gewerbeverband einen nationalen Politiker als Präsident. Dieses Kriterium erfüllt Rime nun nicht mehr.

Rime war 12 Jahre lang Präsident des Gewerbeverbandes. Auf Ende April tritt er zurück. Im Nationalrat sass er seit 16 Jahren.

Bild: SVP

Zwei neue Freiburger Gesichter im Nationalrat

20.10.2019

Das Freiburger Stimmvolk schickt zwei neue Köpfe nach Bern - und hat einen altgedienten abgewählt.

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Zwei neue Freiburger Gesichter im Nationalrat

20.10.2019

Der Kanton Freiburg hat zwei neue Nationalräte. Mit dem gebürtigen Sensler Gerhard Andrey (Bild) sind die Freiburger Grünen erstmals in Bundesbern vertreten. Und in der CVP ersetzt Marie-France Roth Pasquier aus Bulle den zurückgetretenen Dominique de Buman.

Eine faustdicke Überraschung gab es für die stärkste Partei, die SVP: Sie verliert einen ihrer beiden Sitze. Der langjährige Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes, Jean-François Rime, hat die Wiederwahl nicht geschafft.

Kein Ständerat nach dem ersten Wahlgang

20.10.2019

Im Kampf um die beiden Freiburger Ständeratssitze hat keiner der Kandidaten das absolute Mehr erreicht.

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Kein Ständerat nach dem ersten Wahlgang

20.10.2019

Im Kampf um die beiden Freiburger Ständeratssitze hat keiner der Kandidaten das absolute Mehr erreicht. Die beiden bisherigen, Christian Levrat von der SP und Beat Vonlanthen von der CVP, liegen an der Spitze.

Auf den Plätzen 3 und 4 folgen Johanna Gapany von der FDP und Pierre-André Page von der SVP. Möglicherweise kommt es zu einem zweiten Wahlgang am 10. November. Dann dürfen maximal vier Kandidatinnen und Kandidaten antreten.

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