Hier ist alles nah. Jedes Knistern, jede Reibung, jede Bewegung geschieht unmittelbar am Körper. Das zieht tief hinein, ist da fragil, dort durchlässig, immer in Nulldistanz. Organische Instrumente, Stimmen, bewusst catchy Melodien und elektronische Texturen verbandeln sich hier zur wundersamen Anderswelt. Entstanden als intuitiver Prozess, eher Mixtape als klassisches Album, führt Spellwork durch Verzerrungen und Brüche, ohne Ganzheit zu behaupten. Im Zentrum steht nicht Auflösung, sondern das Aushalten von Unfertigkeit, von radikaler Fragilität. Spellwork von Elischa Heller entfaltet sich wie ein leises Ritual, das nie abgeschlossen wirkt und genau daraus seine Kraft zieht – und erinnert daran, dass es möglich ist, gleichzeitig verloren und gehalten zu sein.
Näb de Spur · 27.01.2026 · 13:31 · RadioFr.