Es gibt Musik, die Aufmerksamkeit will. Musik, die blinkt, drückt, performt. Und dann gibt es Musik wie jene von Gans Sauvage. Auffallend unaufgeregt klingen diese Songs, nach Plaudereien an einem klebrigen Bistrotisch in der Freiburger Unterstadt, vielleicht halb im Rauch, halb im Tagtraum, während die Tauben vom Gesims herabgurren. «Songs für die Tauben» heisst das Debütalbum des Projekts um den Freiburger Musiker Samuel Riedo, das schon auf den vorab veröffentlichten Singles klargemacht hat, worum es hier geht: um Atmosphäre statt Effizienz, um Groove mit Minimalaufwand. Auf das Instrumentarium übersetzt, bedeutet das mit entspannter Hand getappte Beats, plätschernde Gitarren mit verschwimmendem Reverb und eine schläfrig-schmusige Stimme. Dazu Texte voller trockenem Humor über Quarzen, Kneipen, Korsika und allerlei Geflügel.
Näb de Spur · 19.06.2026 · 16:19 · RadioFr.